Kein Burgfrieden in Eisenach!
Demonstration gegen den Burschentag am 24. Mai 2013 | 20 Uhr | Hauptbahnhof Eisenach
Vom 23. bis 26. Mai 2013 kommen die Burschen der Deutschen Burschenschaft aus Deutschland und Österreich wieder einmal in Eisenach zusammen. Wieder einmal, obwohl einiges gegen einen erneuten Burschentag in Eisenach sprach: Zwei Jahre linksradikalen Protestes, der die mediale und politische Öffentlichkeit auf die alljährlichen Umtriebe der DB lenkte und Burschen und Nazis entschlossen entgegentrat.
Mehr Infos gibt es bei indymedia und der lisa:2. Aus Marburg organisiert die lisa:2 einen Bus zur Demonstration nach Eisenach.
Buskarten gibt es ab sofort im Havanna8 oder im Antiquariat Roter Stern für 7,- Euro zu kaufen.
Presseinfo: Teutonia-Germania verlässt das sinkende Schiff – Rheinfranken treu wie die SS
Die Burschenschaft Teutonia-Germania hat ihren Dachverband Deutsche Burschenschaft (DB) verlassen. Nach anhaltender Kritik von außen an dem völkischen Bund ist sie eine der 21 Verbindungen, welche die DB nun verlassen haben. Sophia Stern sagte dazu: „Die neonazistischen Positionen der DB sind nichts neues. Dass die Burschenschaft aus inhaltlichen Gründen ausgetreten ist, ist daher kaum zu begründen. Nur der öffentliche Druck und der schlechte Ruf werden der Grund für einen Austritt aus dem Dachverband sein, dem die Teutonia-Germania jahrelang unkritisch angehörte.“
Die Rheinfranken hingegen weisen jede Spekulation über einen Austritt zurück. Die Burschenschaft ist sehr aktiv innerhalb des Dachverbandes. Obwohl sie selbst nicht formales Mitglied der Burschenschaftlichen Gemeinschaft – einem nazistischem Flügel innerhalb der DB – ist, sind ihre Burschen zum Teil Einzelmitglied. Dies deckte ein Artikel bei indymedia im Februar 2013 auf [https://linksunten.indymedia.org/de/node/77824]. Die Rheinfranken stellten nun im Internet klar, innerhalb der DB bleiben zu wollen. In bekannter provokativer Manier und ohne jegliches Geschichtsbewusstsein schlossen sie ihre Erklärung mit dem Zitat „Wenn alle untreu werden, so bleiben wir doch treu“. Diese Auftaktzeile eines Liedes aus dem Jahr 1814 gilt als Treuelied der Schutzstaffel (SS) während des Nationalsozialismus und war neben dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied eines der wichtigsten. Sophia Stern: „Das ist kein Zufall, neben der platten Provokation zeigen die Rheinfranken einmal mehr wo sie hingehören: Auf den Müllhaufen der Geschichte.“
Stern kündigte an, dass die Marburger antifa gruppe 5 auch im kommenden Semester weiterhin Spielverderberin sein wird und öffentlich gegen Burschenschaften und andere sexistische und nationalistische Verbindungen und von ihnen unkritisch dominierte Feste – wie der Marktfrühschoppen – vorgehen wird.
Marburg: Mobilisierung gegen den Naziaufmarsch in Frankfurt
Grüne Soße statt brauner Eintopf!
Am 1. Mai 2013 will die NPD unter dem Motto »Raus aus dem Euro—Gegen Euro und Großkapital« eine Kundgebung an der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main abhalten. Das wollen wir gemeinsam mit allen Mitteln verhindern.
Mobi in Marburg:
16.4.2013
Info- und Mobiveranstaltung gegen die Nazikundgebung am 1. Mai in FFM
um 20:30h im Café am Grün (Am Grün 28)
ab 20:15h Mobi-VoKü mit stressköch_in- 27.4.2013
Aktionstraining mit Skills For Action
um 15h beim Radio RUM (Rudolf-Bultmann-Str. 2b) - 1.5.2013
Den Nazis ordentlich in die Suppe spucken!
Gemeinsame Abfahrt aus Marburg um 8:49h
Update: Dienstag, 30.4. um 20:30h gibt es nochmal letzte Infos im Havanna 8. Wir fahren gemeinsam mit dem Zug um 8:49h ab Marburg Hbf.
Frankfurt
Infos zu den Gegenaktivitäten gegen die Nazikundgebung und eine Veranstaltungsreihe hierzu gibt es unter: http://stuermischezeiten.blogsport.eu
Nazioutings in Hessen
Am 23.3.2013 wurden 6 Neonazis an ihren Wohnorten geoutet. Im Vorfeld zum 1. Mai wollten hessische Antifaschist*innen aufzeigen, dass Nazis bei Aufmärschen nicht vom Himmel fallen. Sie leben, wohnen und arbeiten irgendwo.
Auch wenn sich zu Naziaufmärschen in der Regel Bündnisse bilden, die sich den Nazis in den Weg stellen wollen oder diese kritisch begleiten, bleibt es meist bei Gegenaktivitäten rund um den Aufmarsch, welche nach dem eigentlichen Event schnell in Vergessenheit geraten. Neonazis, egal aus welchem Spektrum, bleiben in ihrem Alltag meist unbehelligt und können sich ohne Widerstand in ihre Privatleben „zurückziehen“. Denn werden Neonazis aus der Anonymität gerissen, heißt es nicht selten, dass sie ihr Weltbild nicht öffentlich verbreiten würden.
Frauenkampftag
Rund um den 8. März finden verschiedene Veranstaltungen zum Frauenkampftag statt.
Mehr Infos gibts beim FemArchiv
*Freitag, 08.03.*Am Freitag Abend geht’s um 20 Uhr los mit dem dokumentarischen Film “Audre Lorde – Die Berliner Jahre” im Bettenhaus.
*Samstag, 09.03.*
Start 10.30- 12.30 Uhr (Waggonhalle)
Workshop 1: Siebdruck
Vortrag: Lebensschützer_innenPause
14.00 Uhr – open end (Waggonhalle)
Workshop 1: Bikesexuals (FLT*)
Workshop 2: My Body, My Choice: SchwangerschaftsabbruchAbends findet im Havanna 8 ein riot-grrrl Konzert statt mit Totally Stressed und Respect my Fist aus Berlin. Und für alle, die dann immer noch nicht genug gefeiert haben, geht es ab Mitternacht mit einer Party im Trauma weiter.
*Sonntag, 10.03.*
Am Sonntag um 14 Uhr gibt es zum Abschluss einen feministischen Stadtrundgang zu vergangenen und aktuellen feministischen Auseinadersetzungen und Orten in Marburg. Wer war Cilly Schäfer? Wo ist das Frauenzentrum geblieben? Und was ist an den klischeehaften Darstellungen Schwarzer Frauen in Marburgs Schaufenstern problematisch? Treffpunkt ist der untere Steinweg, bei den Pferde-Statuen.
Nazi Outing in Marburg

Burschentag in Stuttgart
Wie auf linksunten.indymedia.org zu lesen ist, wurden 6 Nazis aus Marburger Burschenkreisen geoutet.
Wir nehmen dieses Outing zur Kenntnis und beobachten gespannt welche Auswirkungen es auf eine weitere Diskussion um den Marktfrühschoppen haben wird.
Weiteres:
Presseinfo vom 15.01.2013 – Burschenschaftliches Wochenende
In dieser Woche sollen mehrere Veranstaltungen mit rechten Rednern in Marburger Verbindungshäusern stattfinden. Zudem ist eine interne Fortbildung für Burschenschafter des extrem rechten Dachverbandes „Deutsche Burschenschaft“ (DB) geplant.
Am Donnerstag, 17.01.2013, lädt die Burschenschaft Rheinfranken zu einem Vortrag mit Tobias Norbert Körfer von AGMO e.V., einem Verein, der sich für „Deutsche jenseits der Oder-Neiße-Grenze“ einsetzt. Wie viele der Vereine, die sich mit der Umsiedlung der deutschen Bevölkerung nach 1945 und den in Polen lebenden Deutschen beschäftigen, hat auch dieser Kontakte nach Rechtsaußen.[1]
Am Freitag übernimmt dann die Burschenschaft Germania mit einem Vortrag mit einem bekannten Rechten: Martin Lichtmesz soll zum Thema “Verteidigung des Eigenen” sprechen. Er ist Autor der rechten Zeitung „Junge Freiheit“ und publiziert für die ebenfalls rechte Zeitschrift „Sezession“. In seinem gleichnamigen Buch hetzt er gegen die sogenannte Multikulti-Gesellschaft.
Ein internes Seminar der Deutschen Burschenschaft (DB) folgt am Samstag. Bei diesem tritt als Referent Bruno Burchard auf, der unter anderem ebenfalls für die rechte Zeitung „Junge Freiheit“ geschrieben hat und 2010 bei der Burschenschaft Rheinfranken in Marburg einen Vortrag über die „Zukunft der deutschen Volksgruppe in Europa“ gehalten hat.
Die deutsche Burschenschaft steckt in der Krise und versucht nun mit internen Richtungskorrekturseminaren die Reihen zusammenzuhalten, um auch in Zukunft neonazistische Politik betreiben zu können. Burchard ist Mitglied der Burschenschaft Olympia Wien, die ebenso wie die Marburger Verbindungen Germania, Rheinfranken, Teutonia-Germania und Normannia Mitglied des zunehmend offen nazistischen Dachverbandes Deutsche Burschenschaft ist. Burchards Wiener Verbindung, welche kurzzeitig sogar wegen Verwicklungen in einen Bombenanschlag verboten wurde, wird als extrem rechts eingestuft und ist für ihre Nähe zur NPD und FPÖ bekannt. Dort wurde auch schon mal der bekannte Holocaustleugner David Irving zum Vortrag eingeladen.
Sophia Stern: „Dass die Germania dann noch eine „Reichsgründungskneipe“ am Samstag abhalten will, rundet das Bild einer extrem rechten Veranstaltung ab. Die Marburger Verbindungen zeigen einmal mehr, wo sie im Flügelkampf der DB stehen und wie sie politisch einzuordnen sind. Die Burschenschaften weisen unerträgliche neonazistische Kontinuitäten mitten in Marburg auf, womit endlich Schluss sein muss.“

