PM: Teutonia-Germania verlässt das sinkende Schiff – Rheinfranken treu wie die SS

Die Burschenschaft Teutonia-Germania hat ihren Dachverband Deutsche Burschenschaft (DB) verlassen. Nach anhaltender Kritik von außen an dem völkischen Bund ist sie eine der 21 Verbindungen, welche die DB nun verlassen haben. Sophia Stern sagte dazu: „Die neonazistischen Positionen der DB sind nichts neues. Dass die Burschenschaft aus inhaltlichen Gründen ausgetreten ist, ist daher kaum zu begründen. Nur der öffentliche Druck und der schlechte Ruf werden der Grund für einen Austritt aus dem Dachverband sein, dem die Teutonia-Germania jahrelang unkritisch angehörte.“

Die Rheinfranken hingegen weisen jede Spekulation über einen Austritt zurück. Die Burschenschaft ist sehr aktiv innerhalb des Dachverbandes. Obwohl sie selbst nicht formales Mitglied der Burschenschaftlichen Gemeinschaft – einem nazistischem Flügel innerhalb der DB – ist, sind ihre Burschen zum Teil Einzelmitglied. Dies deckte ein Artikel bei indymedia im Februar 2013 auf [https://linksunten.indymedia.org/de/node/77824]. Die Rheinfranken stellten nun im Internet klar, innerhalb der DB bleiben zu wollen. In bekannter provokativer Manier und ohne jegliches Geschichtsbewusstsein schlossen sie ihre Erklärung mit dem Zitat „Wenn alle untreu werden, so bleiben wir doch treu“. Diese Auftaktzeile eines Liedes aus dem Jahr 1814 gilt als Treuelied der Schutzstaffel (SS) während des Nationalsozialismus und war neben dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied eines der wichtigsten. Sophia Stern: „Das ist kein Zufall, neben der platten Provokation zeigen die Rheinfranken einmal mehr wo sie hingehören: Auf den Müllhaufen der Geschichte.“

Stern kündigte an, dass die Marburger antifa gruppe 5 auch im kommenden Semester weiterhin Spielverderberin sein wird und öffentlich gegen Burschenschaften und andere sexistische und nationalistische Verbindungen und von ihnen unkritisch dominierte Feste – wie der Marktfrühschoppen – vorgehen wird.