ROTER MONTAG #3: Waffen für die YPG!

ROTER MONTAG #3: Waffen für die YPG!

Am 27.10. um 20 Uhr zeigen wir zusammen mit der YXK Marburg zum dritten „Roten Montag“ die Doku „The Silent Revolution“ im Cafe Trauma. Es geht um den revolutionären Aufbauprozess in Rojava, Kurdistan.

Beim anschließenden Barabend ab 22 Uhrwerden wir Spenden für die YPG/YPJ sammeln. Folgend der Kurzaufruf:

Waffen für die YPG!

Spendet für die Verteidigung der Revolution in Rojava!

Seit Wochen spitzt sich die Lage im Konflikt um die kurdische Stadt Kobanê zu. Die Faschisten des “Islamischen Staates” versuchen die Stadt einzunehmen und bedrohen das gesamte kurdische Projekt Rojava. Ein multiethnisches, sozialistisches Gemeinwesen jenseits nationalstaatlicher Grenzen, dass den Befreiungskampf der Frau als eines der zentralen Elemente in sich trägt. Ein absolutes Novum im arabischen Raum und die Perspektive zu einem dauerhaften Frieden und einem besseren Leben für die Menschen in diesem Teil der Welt. Der religiöse Faschismus in Form der Mörderbanden des IS und die repressive antikurdische Politik der Türkei bedrohen dieses Projekt in seinen Grundfesten. Es ist Zeit Solidarität mit unseren kämpfenden Genoss_innen in Rojava zu zeigen.

Und was diese brauchen sind vor allem eins: Waffen.

Die YPG als Volksverteidigungskräfte und die Partei PYD der Region Rojava müssen endlich politisch anerkannt werden, auch um Waffenlieferungen zu erhalten. Solange das nicht passiert, müssen solidarische Linke das wohl selbst übernehmen.

Bringt eure Spenden zum Barabend am 27.10.!

BY ALL MEANS NECESSARY – Naziaufmarsch in Magdeburg verhindern!

BY ALL MEANS NECESSARY – Naziaufmarsch in Magdeburg verhindern!

Marburg fährt nach Magdeburg!

Am 16.Januar 2015 jährt sich zum 70. Mal die Bombardierung Magdeburgs. Diesen Anlass nutzen Nazis seit 1998 für ihre „Gedenkmärsche”. Inhaltlich setzen sie sich damit in direkte Kontinuität zum historischen Nationalsozialismus. Der Aufmarsch dient regional und bundesweit als identitätsstiftendes, nationalsozialistisches Event. In den vergangenen Jahren hat er sich mit einer Teilnehmendenzahl von rund 1000 Nazis zum größten regelmäßigen Naziaufmarsch in der BRD entwickelt. Nur an wenigen anderen Orten schafft es die Naziszene derzeit, bei politischen Veranstaltungen personelle Stärke nach außen zu demonstrieren. Zum 70. Jahrestag der Bombardierung rechnen wir mit einem weiteren Anstieg der Teilnehmendenzahl. Es gilt, den Nazis diesen Ort der politischen Reproduktion ihrer Szene zu nehmen – mit allen notwendigen Mitteln.

Staat und Nazis – Hand in Hand

Dass sich der Magdeburger Naziaufmarsch zum größten unblockierten Aufmarsch entwickelt hat, liegt unter anderem am Verhalten von Polizei, Stadtverwaltung und Innenministerium. Das Innenministerium sieht in dem jährlichen Großaufmarsch vor allem ein verwaltungstechnisches Problem und setzt alle Anstrengungen daran, den Nazis den Aufmarsch zu ermöglichen. In den vergangenen zwei Jahren konnte der Anmelder Andy Knape jeweils spontan aus mindestens sieben angemeldeten Routen wählen und so dem antifaschistischen Protest aus dem Weg gehen. Zu Hilfe kommt ihm das weitläufige S-Bahnnetz, mit welchem durch eingesetzte Sonderzüge acht Magdeburger Bahnhöfe als potentielle Auftaktkundgebungsorte zur Verfügung stehen. Den Ablauf des Aufmarsches sichern bis zu 3000 Polizeibeamte ab.

Their laws are not our rules

In Magdeburg gibt es starke Bemühungen, den Naziaufmarsch mittels friedlicher Blockaden zu stören. Die beiden Blockadebündnisse werden im Januar 2015 mehrere tausend Menschen für ihre Aktionen mobilisieren. So weit, so gut.
Für uns steht fest, dass sich eine antagonistische Politik gegen Nazis und Rassismus nicht in legalistischen Aktionsformen erschöpfen kann. Die Wahl unserer Mittel richtet sich ausschließlich nach unseren Analysen und Inhalten. Um den Großaufmarsch im Januar 2015 zu verhindern, braucht es ein möglichst vielfältiges, spontanes und ideenreiches Aktionsspektrum. Direkte Aktionen sollten als Teil dieser Aktionsbandbreite mitgedacht und forciert werden.

365 Tage offensiv – Gegen Staat und Kapital

Selbstverständlich kann der Naziaufmarsch nicht analysiert werden, ohne ihn innerhalb der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu verorten. Das betrifft zum einen die rassistische Grundstimmung in Sachsen-Anhalt, welche die Basis für oftmals erfolgreiche Nazi-Agitationen bildet. Gleichzeitig darf die ökonomische Verfasstheit dieser Gesellschaft nicht außer acht gelassen werden. Nationalismus, Konkurrenz und Rassismus haben spezifische Funktionen innerhalb des derzeitigen Kapitalismus. Diesen inhaltlichen Fragen werden wir uns in Form von Veranstaltungen, Texten und anderen Veröffentlichungen aus einer linksradikalen Perspektive nähern. Die Veranstaltungsreihe soll vor allem in der Region Magdeburg politische Akzente setzen, um den Fokus auf die Verhinderung des Naziaufmarsches nicht zum politischen Tunnelblick werden zu lassen.

Januar 2015 – Naziaufmarsch in Magdeburg verhindern!

http://byallmeans.blogsport.de

Kundgebung: Kein Freispruch von Rassismus!

In den frühen Morgenstunden des 12.Januar 2014 wurde eine Gruppenunterkunft für asylsuchende Menschen in Wohratal angegriffen. Die vier Täter zertrümmerten dabei Fenster des Erdgeschosses und drangen anschließend gewaltsam in die Unterkunft ein. Dort traten sie Türen ein, bedrohten und beschimpften die Bewohner_innen. Noch am gleichen Tag gestanden die vier jungen Männer die Tat, für die sie sich am 23.Juni vor Gericht verantworten müssen. Sie gaben als Motiv Alkoholeinfluss und persönliche Probleme an – Angaben, denen die Polizei, Staatsschutz und Staatsanwaltschaft offensichtlich auf den Leim gegangen sind. Denn angeklagt sind die Täter lediglich für die Tatbestände des Hausfriedensbruchs und der Sachbeschädigung, nicht aber für (schweren) Landfriedensbruch – ohne den Zusatz einer politisch motivierten Straftat.

Dies erscheint fadenscheinig, fiel doch einer der Täter bereits in der Vergangenheit durch das Rufen verfassungsfeindlicher Parolen vor der Unterkunft auf. Allen vier Männern können Beziehungen in die extrem rechte Szene nachgewiesen werden. Auf die Täter hatten die Bewohner_innen des Dorfes aufmerksam gemacht, was eindeutig belegt, dass deren Gesinnung nicht völlig unbekannt zu sein scheint.

Daher möchten wir diese Tat am Tag des Prozesses als das benennen was sie ist: Rassismus.Der Fall in Wohra ist in Deutschland kein Einzelfall. In den vergangenen Monaten kam es zu zahlreichen Übergriffen in allen Teilen des Landes, die an die Pogrome der frühen 90er Jahre erinnern. Dem Rechtsruck der diesjährigen Wahl zum Europaparlament, seiner menschenverachtenden Asylpolitik und den täglichen Anfeindungen gegen asylsuchende Menschen kann nicht einfach tatenlos hingenommen werden.

Darum stehen wir für uneingeschränkte Solidarität mit den Betroffenen rassistischer Gewalt in Wohratal und überall ein!

Kein Freispruch von Rassismus!

Solidaritäts-Kundgebung – 8:30Uhr – Amtsgericht Marburg

Der Rote Montag #2 – Film „161>88“ & Barabend

Der Rote Montag geht in die zweite Runde! Am Montag den 23.06.2014 im Cafe Trauma wird die Doku „161>88“ gezeigt. Danach laden wir zum Antifa-Barabend mit Cocktails!

Der Film:
2012 veröffentlichte die Antifaschistische Aktion Tschechien den Film „161 > 88“. Der Film dokumentiert 20 Jahre antifaschistischen Kampf gegen Nazis und Rassismus. Er zeigt das Erstarken von rassistischen Vorurteilen und der faschistischen Bewegung nach 1989. Er zeigt die Arbeit und Arbeit der antifaschistischen Bewegung und deren Wandel über 20 Jahre – immer in Konfrontation, nicht nur mit Nazis, sondern auch mit staatlicher Repression und der öffentlichen Meinung.

https://www.facebook.com/events/334143233406510/