Normannia Leipzig zu Marburg lädt Rainer Langhans ein

Die Burschenschaft Normannia-Leipzig zu Marburg hat den Althippie Rainer Langhans für einen Vortrag am 27.11.15 auf ihr Haus im Barfüßertor eingeladen.

Die Normannia ist Mitglied der Deutschen Burschenschaft und gehört damit zum äußersten rechten Rand der Verbindungsszene. Allerdings ist die Verbindung nicht besonders auffällig, im Gegensatz zu ihren Kameraden auf dem Berg. Die Normannen gelten eher als peinliche Truppe, die nicht einmal in der Lage ist, ihre stets mit Farbe verschönerte Hauswand rein zu halten. Genau genommen stammt die Normannia in Marburg sogar von Flüchtlingen (aus der DDR), die in Marburg politisches Asyl fanden. Und während sich die anderen DB-Burschen aus der Lutherstraße lieber Akteure der NPD, Jungen Freiheit oder AfD in ihr Haus holen, soll es bei den Normannen nun Rainer Langhans sein.

Langhans war wichtiger Akteur der Studierendenbewegung der 68er. Wie so viele blieb er aber nicht bei einer linken Bewegung, sondern versuchte sich anderweitig in Szene zu setzen. Langhans ist inzwischen eher in der Esoterik unterwegs, in selbige er auch Hitler stellt. Völlig der Peinlichkeit Preis gab er sich, indem er 2011 beim Dschungel-Camp und 2015 bei Newtopia mitmachte oder später extrem rechten Zeitschriften Interviews gab. Ähnlich wie Horst Mahler oder Jan Fleischhauer muss er inzwischen wohl ein Trauma seiner linken Vergangenheit bewältigen und dadurch nur noch Sonderliches von sich geben. Bei der Normannia redet er über das politische Erbe der 68er-Bewegung, die seiner Meinung nach übrigens in einer Ekstasephase das Internet erfunden hat.

Während die Kameraden der DB die Führung der aktuellen Rechten einlädt, holen sich die Normannen nun also vom Althippie – mit wenig Berührungsängsten zur extremen Rechten und wilden Esoteriktheorien – Tipps für das Kommunenleben. Diese Veranstaltung ist so dämlich, dass wir nicht mal zum Verhindern der Normannia Ieipzig bzw. dem Harem im Barfüßertor aufrufen.

PM: AfD-Rassist zu Gast bei Neonazi-Verbindung

Björn Höcke, Fraktionsvorsitzender der AfD im Thüringer Landtag, wird am 13. November 2015 einen Vortrag unter der Überschrift „Asylkrise und Flüchtlingschaos“ auf dem Haus der Marburger Burschenschaft Rheinfranken halten. Die Rheinfranken gehören dem extrem rechten Dachverband Deutsche Burschenschaft (DB) an.

Die AfD, schon früh dem rechts-konservativen Parteienspektrum zuzurechnen, hat spätestens nach dem Austritt Bernd Luckes einen weiteren Rechtsruck erfahren, der sich in Personen wie Höcke manifestiert und weiter verfestigt. Höcke, zweifellos kein unbeschriebenes Blatt, veranstaltet wöchentlich in Erfurt Großdemonstrationen gegen die „Asylkrise„, wo er als Redner seine menschenverachtende Weltanschauung kund tut.

Zuletzt erlangte Höcke durch seinen TV-Auftritt bei der Talkshow „Jauch“ zweifelhafte Bekanntheit, in der er völkische, rassistische und nationalistische Thesen verbreitete. Von Jauch wurde er dabei auf seinen Ruf als „rhetorischen Brandstifter“ angesprochen, den er weder dementierte, noch kommentierte.

Auf einer seiner Großdemonstrationen in Erfurt tätigte Höcke ‚in der Angst um sein ‚Vaterland“ Aussagen wie: „Der Syrer, der zu uns kommt, der hat noch sein Syrien. Der Afghane, der zu uns kommt, der hat noch sein Afghanistan. […] Wenn wir unser Deutschland verloren haben, dann haben wir keine Heimat mehr!“ Derartige Aussagen verdeutlichen, dass sich die Marburger Burschenschaft Rheinfranken mit Höcke einen Vertreter der extremen Rechten nach Marburg eingeladen hat, der offen seinen Hass gegen Geflüchtete und Menschen anderer Gesinnung zur Schau trägt.

„Es ist garantiert kein Zufall, dass ausgerechnet die Rheinfranken einen derart rechten Hetzer wie Björn Höcke auf ihr Haus einladen, um ihn unter dem Titel „Flüchtlingskrise und Asylchaos“ sprechen zu lassen“ sagt Sophia Stern, Pressesprecherin der antifaschistischen gruppe 5. „Die Rheinfranken gehören dem Dachverband der Deutschen Burschenschaft an und sind in Marburg ein Sammelbecken für extrem rechtes Gedankengut sowie Treffpunkt der Neonaziszene aus Marburg und Umgebung.“ Stern meint dazu weiter:

„Wir dürfen nicht tolerieren, dass Hetzer wie Höcke die Chance bekommen, ihre menschenverachtenden Inhalte in die Öffentlichkeit zu tragen!“ Des Weiteren versichert sie: „Wir wollen verhindern, dass Höcke eine Bühne für seine menschenverachtende Weltanschauung geboten wird und lassen seine Einladung nach Marburg keinesfalls unbeantwortet!“

DER ROTE MONTAG #5 // FILM- UND BARABEND: UNE VIE DE LUTTE

DER ROTE MONTAG #5 // FILM- UND BARABEND: UNE VIE DE LUTTE

Endlich ist es wieder soweit: Der Rote Montag kehrt aus der Sommerpause zurück! Diesmal wollen wir mit euch den Film „Une vie de lutte“, eine Dokumentation über den von Nazis in Paris ermordeten Antifaschisten Clément Méric, gemeinsam in der Baari-Bar des Cafe Trauma schauen. Mit dabei sind wieder unsere Cocktailspezialist*innen, die uns wie immer mit feinster Cocktailqualität zum Soli-Preis verwöhnen werden.

Kommt vorbei!

Montag, 26.10.15. // 21 Uhr // Cafe Trauma, Marburg

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Über den Film:

„Als am 05. Juni 2013 der antifaschistische Aktivist Clément Méric mit zwei weiteren Freunden mitten in der Pariser Innenstadt von 3 Neonazis angegriffen und ermordet wurde, sorgte dies kurzzeitig für einen Aufschrei über rechte Gewalt im Land.

Die Tat und Clément bleiben unvergessen.

Vor dem Kontext einer erstarkenden parlamentarischen Rechten, wie die Partei “Front National” sowie eines gesellschaftlichen Rechtsrucks in Frankreich und Europa, versucht der Film den Mord im Bewusstsein zu halten und die Tathergänge zu rekonstruieren. Die Bedrohung von rechts wird dabei skizziert und ein Einblick in die aktuellen antifaschistischen Kämpfe gegeben.

Die Dokumentation ist von den North East Antifascists [NEA] und Unterstützer*innen gemeinsam entwickelt und gedreht worden. Zur Entstehung haben Freund*innen der “Action Antifasciste Paris-Banlieue”, “Quartiers Libres”, “La Horde”, Anhänger*innen des Fußballclubs Ménilmontant FC, Bernard Schmid sowie viele weitere Aktive beigetragen.“ (http://uneviedelutte.blogsport.eu/)

Offener Brief des Bündnis gegen Rechts an Dirk Bamberger und die CDU

Offener Brief des Bündnis gegen Rechts an Dirk Bamberger und die CDU

Auf dem Rheinfrankenhaus spricht am Mittwoch, dem 29.04.2015, Vera Lengsfeld (CDU). Öffentlich gemacht wurde dies durch einen Offenen Brief des Bündnis gegen Rechts (BGR) Marburg. Die örtliche CDU, samt Oberbürgermeisterkandidat Bamberger, wollen davon nichts gewusst haben und distanzieren sich. Wie ernst dies jedoch zu nehmen ist, bleibt abzuwarten.

[Edit: Die Veranstaltung wurde mittlerweile abgesagt.]

Offener Brief an Dirk Bamberger und die Marburger CDU

Marburg, 27.04.2015

Herr Bamberger,

am Mittwoch, den 29.April, findet auf dem Haus der Marburger Burschenschaft Rheinfranken einer Veranstaltung unter dem Titel „Die friedliche Revolution und Europa“ mit Ihrer Parteikollegin Vera Lengsfeld als Rednerin statt.

Die CDU-Politikerin und Autorin Lengsfeld steht mit ihren Ansichten und Thesen am rechten Rand Ihrer Partei. So lobt sie die PEGIDA-Bewegung und schreibt für neurechte Publikationen wie die Zeitschrift „eigentümlich frei“ oder die „Preußische Allgemeine Zeitung“, welche immer wieder durch völkische, nationalistische und den Holocaust relativierende Beiträge auffallen.

Ihr Gastauftritt bei den Rheinfranken stellt einen Schulterschluss zu einer extrem rechten Organisation dar, der für keine demokratische Partei tragbar sein kann.

Denn die Marburger Burschenschaft fiel in der Vergangenheit nicht nur immer wieder durch krude Vorträge in der Lutherstraße auf. Sie setzt sich aus Neonazis unterschiedlicher Spektren zusammen, verteilte Propaganda für einen Naziaufmarsch und ist Mitglied im rechten Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ (DB).

Der Vortrag Lengsfelds, zu dem sich auch Neonazis aus dem Umland angekündigt haben, ist bereits der zweite eines CDU-Parteimitglieds auf dem Haus der Rheinfranken in jüngster Zeit. Bereits im Dezember vergangenen Jahres sprach dort Ihr Parteikollege Michael Werner Nickel.

Wir fordern Sie, Herr Bamberger sowie die CDU Marburg dazu auf, sich öffentlich sowohl von Vera Lengsfeld, als auch von der Marburger Burschenschaft Rheinfranken zu distanzieren. Bereits im März 2013 sprach sich die Stadtverordnetenversammlung, unter Beteiligung Ihrer Fraktion, einstimmig gegen die Aktivitäten der DB-Verbindungen in Marburg aus.Zudem fordern Sie in Ihrem aktuellen Programm zur Oberbürgermeisterwahl ein „gemeinsames Engagement gegen Extremismus und Gewalt“.

Diese Forderungen und Bekenntnisse werden zur Farce und hohlen Phrase, wenn Sie gleichzeitig das antidemokratische Treiben in der Lutherstraße, unterstützt durch Teile Ihrer Partei, ignorieren.

Bündnis gegen Rechts Marburg

ROTER MONTAG #3: Waffen für die YPG!

ROTER MONTAG #3: Waffen für die YPG!

Am 27.10. um 20 Uhr zeigen wir zusammen mit der YXK Marburg zum dritten „Roten Montag“ die Doku „The Silent Revolution“ im Cafe Trauma. Es geht um den revolutionären Aufbauprozess in Rojava, Kurdistan.

Beim anschließenden Barabend ab 22 Uhrwerden wir Spenden für die YPG/YPJ sammeln. Folgend der Kurzaufruf:

Waffen für die YPG!

Spendet für die Verteidigung der Revolution in Rojava!

Seit Wochen spitzt sich die Lage im Konflikt um die kurdische Stadt Kobanê zu. Die Faschisten des “Islamischen Staates” versuchen die Stadt einzunehmen und bedrohen das gesamte kurdische Projekt Rojava. Ein multiethnisches, sozialistisches Gemeinwesen jenseits nationalstaatlicher Grenzen, dass den Befreiungskampf der Frau als eines der zentralen Elemente in sich trägt. Ein absolutes Novum im arabischen Raum und die Perspektive zu einem dauerhaften Frieden und einem besseren Leben für die Menschen in diesem Teil der Welt. Der religiöse Faschismus in Form der Mörderbanden des IS und die repressive antikurdische Politik der Türkei bedrohen dieses Projekt in seinen Grundfesten. Es ist Zeit Solidarität mit unseren kämpfenden Genoss_innen in Rojava zu zeigen.

Und was diese brauchen sind vor allem eins: Waffen.

Die YPG als Volksverteidigungskräfte und die Partei PYD der Region Rojava müssen endlich politisch anerkannt werden, auch um Waffenlieferungen zu erhalten. Solange das nicht passiert, müssen solidarische Linke das wohl selbst übernehmen.

Bringt eure Spenden zum Barabend am 27.10.!